checkout http://www.headstarter.de/
Heute waren wir auf dem Bolaven Plateau im Sueden von Laos. Dort sind wir von der Strasse abgebogen, um einen atemberaubenden 120 m hohen Wasserfall zu bestaunen. Matze und ich konnten nicht genug kriegen: wir haben uns entschlossen dorthin zu wandern, wo das Wasser tatsaechlich faellt! Langsam haben wir uns an die Klippe vorgetastet. Uns beiden haemmerte das Herz in der Brust. Vor uns tat sich die Schlucht auf und das fallende Wasser hat uns in aller Deutlichkeit vor Augen gefuehrt, dass es tatsaechlich bergab geht! Wer noch keine Hoehenangst hatte hat sie spaetestens jetzt entwickelt!
Waehrend Matze noch den Wasserfall bestaunte bin ich noch ein bisschen flussaufwaerts gewandert, bis ich in unserem Dschungel einen kleinen See gefunden hatte. Der See wurde selbst von einem kleinen Wasserfall gespeist. Die Hitze drueckte und ich war mutterseelen allein vor einem Dschungel-See wie im Bilderbuch – ein Bad war obligatorisch! Der See war so tief, dass ich nicht mehr stehen konnte und bis zu meiner eiskalten Dusche unter dem Wasserfall schwimmen musste. Herrlich!
Auf dem Rueckweg habe ich noch eine Kaffeeplantage gefunden und mich mit koestlichem, frischem Kaffee fuer die weitere Kaffeefahrt gestaerkt.
Fuer den naechsten Monat heisst es „Vier Schluris auf dem Drahtesel“ – Waehrend Matze und Felix weiterhin durch Laos streifen werde ich mit meinem guten Freund Levin Myanmar unter die Lupe nehmen!
Bis bald
Euer Nik
Veröffentlicht in Uncategorized | 1 Kommentar »
Haben nun auch ein laotisches Handy: +856 (0)208745822
Bis spaeter,
Niko-Laos
Veröffentlicht in Uncategorized | 2 Kommentare »
Endlich gibt es Thailandberichte als bewegte Bilder – live und in Farbe!
http://www.youtube.com/watch?v=pukpR6MUtQI - Matze
http://www.youtube.com/watch?v=AB7TlICoZUo - Felix
http://www.youtube.com/watch?v=2C-SUNM7ORQ - Nik
Euer Nik
Veröffentlicht in Uncategorized | 1 Kommentar »
Endlich wieder Fotos! Einige von der Zeit auf den Inseln (mit Nik im Krankenhaus) und einige aus Thailands Norden!
Veröffentlicht in Uncategorized | Kommentar schreiben »
Matze und ich sind auch raus. Hinzuzufuegen bleibt:
- Meditationsstunden waren klangvoll untermalt von einem Gekraechze des Eso-Gurus, das einem die Nackenhaare zu Berge stehen liess. Eine eiskalte Mischung aus Osama beim Kirchengesang und mesozoischem T-Rex Gejaule. Auch wiederholt schoen der alltaegliche Abgang: Ein mystisch von der Gemeinde gemurmeltes “Sadhu Sadhu Sadhu”, die ganz Harten verneigen sich ebenso oft.
- Meditationsanweisungen gibts vom Band. Der grosse Goenca”ji” persoenlich spricht zu uns unter den wachsamen Augen der weisen Lehrerin. “The teacher”, wie wir sie kennen und der wir uns “bedingungslos unterworfen” haben. Leider sind die weisen Worte des Kultgruenders gefolgt von einem nasalen Singsang auf Thai, der uebersetzt, aber fuer alles dreimal so lang braucht.
- Abends gibts nen Vortrag. Gestern Thema: Leute da behalten, passiere was wolle: Es handele sich eben um eine “einschneidende Operation des Geistes”. Und: “Im Krankenhaus kann man ja auch nicht einfach in der Mitte der Operation gehen, oder?” Manchmal, so der sympathische Sprecher vom Band, wollten einige “schwaechliche” Kursteilnehmer in den ersten Tagen die Meditation verlassen. Zitat: “Aber Sie muessen es gar nicht erst versuchen, wir lassen Sie nicht gehen!” Letztlich: Religioese Praktiken und alle anderen Weltanschauungsriten sollten fuer die 10 Tage unterlassen werden. “Stellen Sie sich vor, Sie seien auf einem weissen Pferd unterwegs. Dann bietet Ihnen jemand ein groesseres, schnelleres schwarzes Pferd an, das sie gern einmal ausprobieren wuerden. Aber ganz wollen Sie Ihr altes Pferd nicht verlassen. Also steigen Sie mit einem Fuss auf das schwarze und bleiben mit einem auf dem weissen Pferd. Sie reiten los. Wird das gut funktionieren?” Schwierig. Fuehrte zu verbotenem, aber unaufhaltsamen Lachkrampf bei Matze und Felix, hochroten Koepfen und herauspoppenden Augen.
- Zuletzt - man stelle sich das einmal vor: Bing, Agent Singh und Lulatsch-Long im Schweige-Camp. Plappermaeuler und pausenlos Gedankenmacher bei dem Versuch, Ihren Kopf zu leeren. Schluri-Alarm im Schweigecamp. Im Ernst: Konnte das gut gehen?
Felix
Veröffentlicht in Uncategorized | 3 Kommentare »
Gestern Nacht bin ich im Schweigecamp angekommen: wunderschoene und idyllische Haeuser in einer grosszuegigen Parkanlage. Nichts ausser Vogelgezwitscher ist zu hoeren. Ein Ort zum Wohlfuehlen. Wir werden freundlich in Empfang genommen und zu unseren Einzelzimmern geleitet. Ich bereite mich innerlich auf 10 Tage Stille und Einkehren vor. Ich freunde mich mit dem Gedanken an, jeden Morgen um 4 Uhr aufzustehen, um mich der Meditation zu widmen. Ich moechte wissen, wie man meditiert in Thailand – schliesslich muss jeder Thailaender, der was auf sich haelt mindestens einmal im Leben ins Kloster. Dafuer nehme ich einiges auf mich: 10 Tage vegetarisches Essen. 10 Tage ohne Kommunikation (nicht sprechen, keine Gesten, keine Mimik, keine Beruehrung), 10 Tage auf den Boden sehen, 10 Tage kein Sport ausser auf den erlaubten 100 Metern auf und ab gehen, 10 Tage in sich kehren. Ich freue mich darauf!
Am Abend die erste Sitzung: In einer ruhigen Meditationshalle wird jedem ein Platz zugewiesen. Ich setze mich im Schneidersitz hin. Eine freundliche, ausgeglichene Lehrerin mit weiser Ausstrahlung ergreift ruhig per Mikrofon das Wort. Sie begruesst uns, wuenscht uns viel Erfolg. Nun wird der Kassettenrekorder eingeschaltet. Der echte Lehrer/Guru singt/kraechzt fuer uns. Ich bin leicht verunsichert. Er erklaert die Regeln fuer die naechsten 10 Tage, wir muessen mit Gesang unsere Zustimmung geloben: Wir duerfen kein Lebewesen toeten, wir duerfen nicht luegen, wir duerfen nicht stehlen, wir muessen enthaltsam leben, etc. – ich also immer ja und Amen gesungen.
Naja, und dann kam der entscheidende Punkt: Wir duerfen – um der Meditation eine uneingeschraenkte Chance zu lassen – keiner anderen Religion huldigen, waehrend wir hier sind. An dieser Stelle schweige ich. Ich kann mich nicht ueberwinden, dieses Geloebnis zu besingen. Alles in mir straeubt sich dagegen. Ich treffe meine erste intuitive Entscheidung: ich muss hier raus! Nach kurzem Ueberlegen moechte ich die Entscheidung ueberschlafen. Am naechsten Morgen hat sich meine Entscheidung verfestigt. Also gehe ich mitten in der Gruppenmeditation raus (es ist 6.30 morgens), um meine Sachen zu packen.
Doch dabei habe ich die Rechnung ohne “Bass” aus Holland gemacht. Wie ein Schiesshund laeuft er hinter mir her und ermahnt mich erst mit der Lehrerin zu sprechen. Die hat leider erst um 12 Uhr Zeit. Ich habe also 5,5 Stunden Zeit, um mich auf eine Psychositzung mit der Chefin persoenlich einzurichten. Ich denke mir mindestens 10 Taktiken aus, wie ich es schaffe tatsaechlich gehen zu koennen, ohne grossen Zoff zu verursachen.
Endlich – es ist 12 Uhr. Ich komme zur Lehrerin. Ich schildere in einem Satz mein Problem und meinen Wunsch. Und nun, zu meiner grossen Ueberraschung zeigt sich die Lehrerin verstaendnisvoll. Sie sagt, dass mein Glauben gleichwertig daneben steht. Sie laesst mich ziehen, wuenscht mir Glueck. Sie gibt mir nichtmal vergiftet auf den Weg, dass sie mich bemitleidet. Sie respektiert meine Entscheidung. Sie erklaert dem Schiesshund Bass der sich als wirklich sehr netter Hollaender entpuppt meine Motive. Bass begleitet mich also nach draussen. Gibt mir Wasser und Essen fuer den Weg. Ich freue mich. Ich bin in keiner Sekte gelandet. Ich werde nicht als hoffnungslos abgestempelt, sondern im Gegenteil: Es wird eine Wahrheit neben der buddhistischen akzeptiert. Ich bin erleichtert, radle befreit davon und freue mich auf meinen Burger bei McDo
In 10 Tagen sind Matze und Felix fertig, ich freue mich auf die Erzaehlungen! Bis dahin fahre ich Richtung Laos und sehe mich dort ein wenig um.
Bis bald
Nik
PS: Matze und Felix sind mittlerweile auch geflohen
Veröffentlicht in Uncategorized | Kommentar schreiben »























